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Versiegelte Lippen

Aufführungszeitraum: 1991

Inhalt:

Xaver und Therese empfangen ihren Sohn Johannes, der nach dem Willen der Mutter Geistlicher geworden ist. Er hat sich in Sprache und Wesen ganz von seinen ehemaligen Bekannten abgehoben, die teils darüber befremdet sind, teils ihre Hochachtung bezeugen. Die Schwester Franzi, an die sich der Pepi gehängt hat, um sie zu "verderben", nimmt Johannes gleich einmal ins Gebet. Er ist es jetzt auch, der dem Geistlichen mitteilt, daß er nicht der leibliche Sohn des Großbauern ist. Dann kommt ein Fremder und beichtet, einen Mord begangen zu haben an einem Verführer der Franzi.

Ein Kriminalrat erscheint und beginnt zu ermitteln. Der Kaplan selbst kommt in den Tatverdacht. Er war nämlich mit dem Gewehr zur fraglichen Zeit unterwegs und hat einen streu- nenden Hund erschossen, sagt er. Franzis Liebhaber Martin aber kann den Fall aufklären. Er kannte den wirklichen Mörder..Ziemlich problematisch ist die Art der "Würde"i die dem Geistlichen gegeben wird. Die Figur ist so unnatürlich und steif, daß das Stück, scheinbar nur religiösen Inhaltes, wie ein Sakrileg wirkt. Ubrigens sind die Motive allesamt schleppend eingeführt. Die Spekulation mit der Rührung des Publikums mag vielleicht aufgehen, bleibt aber nur Spekulation ohne Gehalt.




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